Wir bauchen eine möglichst gute welt!

 

 

Eine gute Welt? Was ist eine gute Welt?

Die Utilitaristen sagen es, und ich glaube ihnen. Eine gute Welt ist eine Welt mit möglichst glücklichen Menschen. Das Glück eines jeden gilt gleich viel.

Philosophen sagen zum Teil anderes. Doch sagen Sie mir: Was braucht ein Mensch noch, wenn er restlos glücklich ist?

 

Zur Frage, wer, was und wie wir Menschen sind, habe ich ein Buch geschrieben. Es heisst "Wir Menschen. Eine Reise zu uns selbst". (ISBN 978 3037890141, zu beziehen bei Kaktus in Luzern). Es ist ein Versuch, uns selbst in unseren wesentlichen Eigenschaften darzustellen. Wer es liest, soll den Endruck haben: Ja, so etwa bin ich wirklich!

 

Wie wir Menschen sind

 

Halten wir uns vor Augen, wer, wie und was wir Menschen sind. Die Natur hat uns geschaffen. Ihr Ziel war einzig Lebenstüchtigkeit. Wir sind beseelte Wesen. Wir sind jemand. Wir empfinden. Wir kennen Freude und Leid. Mit Hilfe dieser Empfindungen steuert die Natur unser Tun. Wir möchten Freude empfinden und frei sein von Leid. 

Um unser Verhalten zu steuern, hat uns die Natur viele Anlagen mitgegeben. Wir wollen zum Beispiel essen und trinken. Wir wollen uns sowohl durchsetzen als auch helfen. Wir wollen gut sein. Alle diese Anlagen bestimmen unsere Interessen.

Wir wollen also gut sein, weil die Natur selbst uns neben anderen Interessen auch den Willen vorgibt, gut zu sein! Die Folgen unseres Verhaltens sind für uns aber nicht immer gut. Mit unseren Anlagen schaffen wir im Gegenteil auch manches Übel, wohl das meiste.

Die Natur hat uns aber auch Verstand und Vernunft gegeben. Wir können darüber entscheiden, ob wir der Natur folgen wollen oder nicht. Wir kennen kein aussernatürliches Wesen, das diese Freiheit einschränken würde. Wir brauchen der Natur nicht zu gehorchen! Daher kann die Vernunft über der Natur stehen.

Freude ist gut. Frei sein von Leid ist ebenfalls gut. Es gibt das Gute. Das Gute ist real. Es lohnt sich auch im eigenen Interesse, dieses Gute anzustreben. Doch die Natur will nicht das Gute. Es ist ihr gleichgültig. Sie will Lebenstüchtigkeit.

Zum Glück haben wir auch Vernunft. Sie steht über der Natur. Sie kann Widersprüche in unserem Wesen erkennen. Sie kann uns heissen, auf kleine Freuden zugunsten von grösseren oder zur Vermeidung von Leid, auch sehr grossem Leid, zu verzichten.

Noch vor kurzem war das Leben auch bei uns sehr hart. Wir Menschen brauchten Lebensraum. Er war immer knapp, denn dank Überschüssen konnte die Natur Wesen mit lebenstüchtigeren Anlagen auslesen und so uns Menschen entstehen lassen. Dank unserem heutigen Wissen über Geburtenkontrolle haben wir dieses Problem jedenfalls theoretisch gelöst. Auch um genügend Nahrung brauchen wir uns nicht mehr zu sorgen. Wir leben in einer neuen Welt! Doch ist diese neue Welt für uns auch besser?

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